Krapfen gehören zum
Februar wie die Kekse zur Weihnachtszeit. Dabei habe ich mich zum
bevorstehenden Valentinstag an herzförmigen Krapfen versucht – und voilà, es
hat funktioniert! Gefüllt sind die kleinen Germteig-Leckerbissen mit einer
selbstgemachten Marmelade aus Walderdbeeren, aber grundsätzlich könnt ihr hier
auch wieder jede Marmelade verwenden. Die Herz-Krapfen sollen ja euch und euren
Liebsten am besten schmecken.

Und übrigens: Falls
euch ein paar davon übrig bleiben, dann kann man die Krapfen auch super
einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen – jedoch nur ohne Staubzucker!

Die Zutaten reichen für 20 kleine Herz-Krapfen:

500g glattes Mehl

1 Würfel frischer Germ (ca. 42g)

50g Zucker

250ml Milch

3 Esslöffel neutrales
Öl (etwa Sonnenblumenöl)

2 Esslöffel Rum

2 Eigelb

etwas Salz

ca. 100g Marmelade nach Geschmack (z.B. Walderdbeere)

2Liter Öl zum Backen

Zuerst die Milch erwärmen (darf nicht kochen!) und den
Zucker einrühren. Dann den Germ in kleinen Stücken in die Flüssigkeit geben und
mit einem Löffel solange umrühren, bis sich dieser aufgelöst hat. Danach ebenso
3 Esslöffel des Mehls unterrühren und die Milch-Mehl-Mischung etwa eine halbe
Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen (am besten mit einem Geschirrtuch
abdecken). Und Achtung: Durch die Hefe verdoppelt
das Dampfl relativ schnell sein Volumen, unbedingt eine größere Schüssel nehmen!

Inzwischen könnt ihr auch schon alle anderen Zutaten in eine
Rührschüssel geben. Sobald die Ruhezeit des Dampfls vorbei ist, dieses mit
einem Knethaken unter das Mehl kneten und zu einem homogenen Teig rühren. Dann
den Germteig wieder zugedeckt bei
Raumtemperatur ca. 45 Minuten gehen lassen.

Sobald der Teig sichtlich größer geworden ist, diesen auf
eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 3 Millimeter dick ausrollen. Nun mit
einem Herzausstecher (Ø 8cm)
kleine Teigherzchen ausstechen und ihre Ränder mit etwas Milch bestreichen. Da
die Hälften später zusammengeklebt werden, am besten gleich die passenden
Teile nebeneinander legen. Dann jeweils auf ein Teigherz die Marmelade geben
(entweder mit einem kleinen Löffel oder – noch schneller – mit einem
Spritzbeutel) und mit der passenden Hälfte zusammenkleben. Dabei
solltet ihr unbedingt darauf achten, dass der Teig kein Loch hat und die Kanten
schön abgerundet sind – sonst tritt die Marmelade beim Backen aus oder die
Herzform wird nicht so schön. Nun die Herzen wieder etwa 45 Minuten mit einem
Küchentuch zugedeckt ruhen lassen.

Danach wird’s heiß!
Das Öl (oder Butterschmalz – ganz wie ihr wollt) auf 175°C erhitzen. Hier ein
guter Tipp: Wenn man kein Thermometer hat, kann man auch einfach immer wieder
ein Holzstäbchen ins Fett tauchen. Steigen Blasen am Stiel auf, ist das Öl heiß
genug, wenn nicht, müsst ihr euch unbedingt noch etwas gedulden, sonst saugt
sich der Krapfen nur mit Fett voll. Dabei darf das Öl aber auch nicht zu heiß
sein, sonst wird die Außenseite der Herzen zu schnell braun und innen sind sie
noch nicht durch. Nun also die Herzchen nacheinander backen und anschließend auf
ein Küchenpapier geben. Fertig sind die Leckerbissen, wenn sie auf beiden Seiten eine schöne
hellbraune Farbe haben.

Zum Schluss noch mit Staubzucker bestreuen und genießen ;).